17 Frauen, 17 Postionen in der Galerie Beckers

Die Rollen gesprengt

In der Ausstellung “Self of Stage. 17 Frauen. 17 Positionen” wird eine Auswahl internationaler Künstlerinnen vorgestellt, die für ihre Arbeit zugleich vor und hinter der Kamera agieren. Kuratiert hat sie der Frankfurter Journalist und Fotografie-Experte Freddy Langer.

Die Ausstellung reagiert auf die großartige Wanderausstellung “Feminism Avantgarde” der SAMMLUNG VERBUND in Wien, die frühe Arbeiten von Valie Export, Orlan, Cindy Sherman, Annegret Soltau und vielen anderen vereint. Freddy Langer fragt danach, wie sich die Auseinandersetzung mit dem Selbst in der weiblichen Fotografie zum heutigen Zeitpunkt darstellt.

Befreit von den gesellschaftlichen Rollenzuschreibungen, an denen sich die Vorgängergeneration abarbeiten musste, stecken die Fotografinnen eine große Bandbreite an Themen ab. Den radikal geführten emanzipatorischen Kampf lassen sie hinter sich. Nun finden sich ebenso Beispiele schrägen Humors wie Momente der Melancholie. Und mit unverhohlener Selbstverständlichkeit plündern diese jungen Frauen, was sich im Kanon der Kunstgeschichte angesammelt hat.

Die siebzehn Positionen reichen von Elina Brotherus und ihren gravitätischen Rückenfiguren im Stile von Caspar David Friedrich über Kourtney Roys skurrile Überlebensstrategien während der Corona-Lockdowns bis zu Johanna Keimeyers verblüffenden Rollenporträts als Andy Warhol oder Frida Kahlo.

Annegret Soltau wird als eine der Pionierinnen der feministischen Kunst der 1970er Jahre als Special Guest mit einem Werk in der Ausstellung präsent sein.

Diese Künstlerinnen sind vertreten: Kincso Bede, Elina Brotherus, Susan Copich, Rachel Feinstein, Marine Foissey, Melanie Issaka, Cloe Jancis, Johanna Keimeyer, Tarrah Krajnak, Lia Sophie Laukant, Grit Reiss, Nina Röder, Kourtney Roy, Corinne Rusch, Emma Sarpaniemi, Martina Stapf, Annegret Soltau, Isabelle Wenzel.

 

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