Test: Nikon Z 5

VOM START WEG GUT

Nikons Einsteiger ins spiegellose Vollformat überzeugt im Test und beweist, dass ein preiswerteres Kameramodell nicht wirklich abgespeckt daherkommen muss.

Nach unserem Kurzcheck in der letzten Ausgabe hatten wir jetzt mehr Zeit, uns mit Nikons Vollformat- Einstiegsangebot zu befassen. Um es vorwegzusagen: Die erste Euphorie über die Performance der „kleinen“ Nikon hat auch intensive Tests überdauert. Die Z 5 bietet ein klasse Preis-Leistungs-Verhältnis – was nicht zuletzt der Tatsache geschuldet ist, dass sie einen Großteil der Profifunktionen ihrer „großen“ Schwestern Z 6 und Z 7 an Bord hat.

Ausstattung ohne Tadel
Das beginnt beim extrem guten Sucher mit fast 3,7 Millionen Bildpunkten und endet beim AF-System mit seinen 273 Messfeldern und Fokussierung bis an die Bildränder. Auch bei wenig Licht stellt die Z 5 zielsicher scharf. Die Gesichtserkennung funktioniert bei menschlichen Motiven sehr zuverlässig . Das AF-System erkennt und fokussiert auch Hunde oder Katzen, wenn man dies zuvor im Individual- Menü eingestellt hat. Bewegte Motive verfolgt die Nikon mit dem kontinuierlichen AF sehr sauber, kommt aber in Sachen Speed bei der Serienbildleistung nicht an die Z 6 heran. Wer sich seine neue Z also für die Sport- und Actionfotografie besorgen möchte, ist mit dem 6er-Modell besser beraten. Ansonsten muss man die technischen Unterschiedezur Schwester fast schon mit der Lupe suchen. Zwar hat die Z 5 den etwas älteren 24-Megapixel- Sensor der Nikon D750 an Bord, der nicht rückseitig belichtet wird – unterm Strich konnten wir aber auch bei hohen ISO-Werten in der Praxis keinen Qualitätsunterschied zur parallel benutzten Z 6 mit ihrem BSI-Sensor (Back Side Illumination) feststellen. Störendes Rauschen und Detailglättungen im JPEG treten in unseren Testcharts erst ab ISO 12.800 in Erscheinung, eine Tatsache, die man bei einer modernen Vollformatkamera allerdings auch voraussetzen darf. Der höchste reguläre Empfindlichkeitswert (ISO 51.200) allerdings liefert ein quasi unbrauchbares JPEG, ganz zu schweigen vom „Hi 1.0“-Wert, entsprechend ISO 102.400. […]

Den kompletten Test finden Sie in der Photographie Ausgabe 10/2020 oder im E-paper.