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Vorbilder/ Nachbilder – Die fotografische Lehrsammlung der Universität der Künste Berlin 1850 – 1930

7. Februar 2020 - 14. Juni 2020

Vorbilder/ Nachbilder - Die fotografische Lehrsammlung der Universität der Künste Berlin 1850 - 1930

“Vorbilder / Nachbilder” – die beiden Doppelworte verweisen in ihrem Gegenüber auf Bezüge zwischen Bildern und auf eine Bildproduktion, bei der auf bereits vorliegende Bilder zurückgegriffen wird. In den Kunstakademien und Kunstgewerbeschulen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts dienten Fotografien als „Vorlagen” oder „Vorbilder”; als solche fungierten sie als ein eigener didaktischer Bildtypus. Fotografische Vorlagen waren wichtige Hilfsmittel in der kreativen Praxis angehender Künstlerinnen und Künstler; im Zuge ihrer Verwendung entstanden im Kunst-Unterricht „Nachbilder”: Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Grafiken. Und die benutzten Fotografien bilden ihrerseits in gewisser Weise nach, was in ihnen mit dem Auge der Kamera „aufgenommen” ist.

Im Archiv der Universität der Künste Berlin hat sich eine umfangreiche und wertvolle fotografische Lehrsammlung bewahrt, die bis in die 1850er Jahre zurückreicht und an Vorgängereinrichtungen, der Berliner Kunstakademie und der führenden Kunstgewerbeschule, entstanden ist. Mit ihren ungefähr 25.000 fotografischen Einzelblättern, zu denen Konvolute und Alben hinzukommen, ist sie innerhalb Deutschlands einzigartig. Lange Zeit über wenig beachtet konnte sie in den zurückliegenden Jahren archivarisch und wissenschaftlich aufgearbeitet werden. In der vom Münchner Stadtmuseum vorbereiteten Ausstellung wird sie der interessierten Öffentlichkeit erstmals in größerem Rahmen gezeigt.

Die Welt der „Vorlagen” und „Vorbilder”, Muster und Modelle, die für die künstlerische Ausbildung vom 16. Jahrhundert an typisch ist, war sehr vielgestaltig. Gipse, Kupferstiche, Fotografien, Zeichnungen und Modelle gehörten dazu, aber – im Fall der Berliner Kunstakademie und Kunstgewerbeschule – etwa auch architektonische Details am Schulgebäude, ein Beet mit Pflanzen und zeitweilig sogar eine Kleintier-Haltung. Noch im Neubau der Berliner Kunstakademie von 1902 befand sich ein Antikensaal, der mit Gipsabgüssen bestückt war. Auch Fotografien wurden frühzeitig – seit circa 1855 – erworben, gesammelt und benutzt.

Details

Beginn:
7. Februar 2020
Ende:
14. Juni 2020
Website:
www.muenchner-stadtmuseum.de

Veranstaltungsort

Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
München, Bayern 80331 Deutschland
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Photographie