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Nach dem Mauerfall. Daniel Biskup. Fotografien 1990-1995

Mai 10 - August 25

Der Bonner Fotograf Daniel Biskup bereist Anfang der 1990er Jahre Ostdeutschland und dokumentiert Menschen, Dörfer und Städte im Spiegel der Umbruchszeit nach dem Mauerfall. Seine Fotografien zeigen ungeschminkte Alltagsszenen, die durchaus gemischte Gefühle auslösen. Das Museum in der Kulturbrauerei präsentiert ab dem 14. Februar 2019 Fotografien dieses bisher zumeist unveröffentlichten Bestands.

Jubelbilder zum 3. Oktober 1990 und Kritiker mit Protestplakaten, bunte Schaufenster und stolze Existenzgründer zwischen maroden Stadtlandschaften, Porträts von Arbeitslosen neben unbeschwerten Freundinnen im Café, Fotos von jungen Punks, bekennenden Neonazis und traditionellen Jugendweihen – die Ostdeutschen stehen zu Beginn der 1990er Jahre durch die Wiedervereinigung vor riesigen politischen und wirtschaftlichen Umwälzungen, die die Gesellschaft ins Mark treffen.

Biskup porträtiert die Atmosphäre in Ostdeutschland nach dem Mauerfall und zeichnet mit seinen Fotografien ein vielschichtiges Stimmungsbild. Nach fast 30 Jahren ist der Blick auf diese historische Umbruchszeit auch eine Auseinandersetzung mit den Problemen der Gegenwart.

Daniel Biskup wird 1962 in Bonn geboren. 1988 reist er das erste Mal in die Sowjetunion, um sich ein Bild von Gorbatschows Politik der Perestroika und Glasnost  zu machen. Als im Sommer 1989 DDR-Flüchtlinge nach Budapest strömen, hält er die Ereignisse mit der Kamera fest und begleitet danach den Umbruch in der DDR bis zur Wiedervereinigung. Die Bild-Zeitung bezeichnet ihn später als das “Auge der deutschen Einheit”. In den letzten Jahren porträtiert Biskup weltweit Prominente aus Politik, Kultur und Wirtschaft, u.a. Michail Gorbatschow, Karl Lagerfeld, Helmut Kohl, Emmanuel Macron, Angela Merkel und Vladimir Putin.

Veranstaltungsort

Kulturbrauerei
Knaackstr. 97
Berlin, Berlin 10435 Deutschland
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Photographie