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Mitch Epstein: Property Rights / Claudia Parducci: Friction Hitch

September 7 - November 16

Die Galerie Thomas Zander freut sich, neue Fotografien von Mitch Epstein gemeinsam mit Zeichnungen und Skulpturen von Claudia Parducci zu präsentieren. Die Arbeiten beider Künstler sind politische und soziale Reflexionen unseres gegenwärtigen historischen Moments. Sie thematisieren formell und symbolisch existierende Spannungen und Kluften, aber zeigen auch Möglichkeiten des Handelns, der Verbindung und der Kommunikation auf. Ihre Gegenüberstellung setzt die Reihe thematischer Doppelausstellungen fort, der sich die Galerie in diesem Jahr widmet.

Mitch Epsteins Fotografien setzen sich mit der Gesellschaft und Landschaft in den USA auseinander. Geboren 1952 in Holyoke, Massachusetts, gilt Epstein als ein Pionier der künstlerischen Farbfotografie seit den 1970er Jahren. Zuletzt wandte er sich mit den Serien New York Arbor sowie Rocks and Clouds der Schwarz-Weiß- Fotografie zu. In dieser Ausstellung ist Epsteins aktuelles Projekt Property Rights zu sehen, das den Kampf von Bevölkerungsgruppen und Bürgern um ihre Rechte in Amerika porträtiert. Für einige geht es dabei um ihr gesundheitliches Wohl und ihre Lebensweise; für andere um Profit und Macht. In der Serie klingt auch die komplexe Geschichte der Landschaftsfotografie in der Besiedlung des amerikanischen Westens an. Bei seinem Blick auf unsere Gegenwart gelingt es dem Künstler, darunterliegende historische Ebenen bewusst zu machen, wenn wir uns fragen, wem das Land gehört, mit wessen Berechtigung, mit welchem Recht. Diese Schauplätze zu fotografieren, ist für den Künstler selbst zu einem Akt des Widerstands geworden: 2016 versammelten sich Tausende amerikanischer Ureinwohner und sogenannte Wasserschützer auf dem Standing Rock Sioux Reservat in Nord-Dakota, um den Bau einer Ölpipeline durch heiliges Land zu verhindern, die drohte, wichtige Frischwasserquellen zu kontaminieren. Epstein hielt dies in seinen Bildern fest; er fotografierte auch an der zunehmend militarisierten Grenze zwischen den USA und Mexiko, wo Widerstand in Form von humanitärer Hilfe für Flüchtlinge und Migranten geleistet wurde. Weitere Aufnahmen zeigen einige Nationaldenkmäler Amerikas, denen der Schutz der Trump Regierung entzogen wurde, so dass diese Gebiete nun für den Bergbau und die Gewinnung fossiler Rohstoffe freigegeben sind. Die beeindruckenden Fotografien in Property Rights zeugen von der spürbaren Angst, die die vermeintlich so disparaten Landschaften und Einwohner Amerikas verbindet. Epsteins Werke sind in den Sammlungen bedeutender internationaler Institutionen vertreten, unter ihnen das Metropolitan Museum of Art und das Museum of Modern Art in New York, das J. Paul Getty Museum in Los Angeles, die Tate Modern in London und das Musée d’Art moderne de la Ville de Paris. Für die multimediale Arbeit Family Business erhielt der Künstler ein Guggenheim Stipendium, seine Serie American Power wurde mit dem Prix Pictet ausgezeichnet.

Details

Beginn:
September 7
Ende:
November 16
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Galerie Thomas Zander
Schönhauser Strasse 8
Köln, 50968 Deutschland
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Website:
www.galeriezander.com
Photographie