Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

Karin Székess – Skulptural Surreal

April 12 - Mai 25

Im Frühling 2019 widmet die Galerie 36 der Hamburger Fotografin Karin Székessy eine
Einzelausstellung in der Chaussee 36 in Berlin Mitte. Die zur Zeit laufende
Gruppenausstellung WOMEN ON VIEW wird bis 18. Mai 2019 verlängert.
Karin Székessy zählt zu den wichtigsten europäischen Fotografinnen seit den 1960er
Jahren. In kongenialer Zusammenarbeit mit ihrem Mann, dem Maler, Grafiker und
Bildhauer Paul Wunderlich, entwickelte sie einen unverwechselbaren fotografischen Stil, der
tief in den Mythen und in der Kunstgeschichte verwurzelt ist. Neben den Portraits,
Landschaften, Stilleben und den Reportagen sind es Karin Székessys Aktfotografien, mit
denen sie international berühmt wurde und die Galerie 36 jetzt in einer Einzelausstellung
zeigt.
Parallel zur Ausstellung Women on View, die die Erotisierung des weiblichen Körpers in der
Werbefotografie der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ins Zentrum stellt, widmet Galerie
36 der Hamburger Fotografin Karin Székessy eine Einzelausstellung und richtet den
Fokus auf ihre Aktfotografie. Während in der Gruppenausstellung Schönheitsideale in der
Darstellung von Frauen vorwiegend durch den männlichen Blick geprägt sind, unterstreichen
die Werke von Karin Székessy eine völlig andere Wahrnehmung des weiblichen Körpers.
Über die Aktfotografie von Karin Székessy heisst es, sie habe ihr den weiblichen Blick
beigebracht. Umso spannender erscheint der Versuch einer Neubetrachtung – vor allem vor
dem Hintergrund eines immer noch stark geprägten männlichen Blickes auf den weiblichen
Körper und die gegenwärtige Rezeption und Wahrnehmung dieser Betrachtungen. Székessys
Frauenakte wirken weniger entblößt und voyeuristisch aufgeladen. Im Vordergrund ihrer Akte
steht ein ihr selbst vertrauter weiblicher Blick. Die Frauen wirken frei, bescheiden und fast
unauffällig – sie werden dadurch unantastbarer, was jedoch nicht bedeutet, dass Eros
abwesend ist.
1954 begann Karin Székessy zu fotografieren. Schon bald entwickelte sie einen ganz eigenen,
surrealen Stil mit inszenierten und mysteriös anmutenden fotografischen Bildern.
Möglicherweise ist es ihr bildhauerisches Auge, welches den Körpern eine selbstbewußte
Präsenz verleiht. Die Fotografien von Karin Székessy scheinen mit der Kamera gemeißelt zu
sein. Das Spiel mit dem Licht formt die dargestellten, zumeist nackten Frauenkörper –
Konturen werden zu skulpturalen Formen und erzeugen eine magisch surreale Stimmung.
Székessy selber sagt dazu: “Wichtig ist, dass die Modelle die Absurdität meiner Arbeiten
verstehen.” Die symbolischen Elemente verdichten die auf den ersten Blick rätselhaften
Szenarien mit Masken und anderen mysteriösen Requisiten. Sie erfindet Bilder und fordert
uns auf, sie weiterzudenken. Székessy Bildmetaphern sind diskret und erzählen auf eine
distanziert, fast flüchtige und dennoch persönliche Art und Weise von Sehnsucht und
Wünschen, aber auch von vergänglicher Schönheit. Es sind zumeist stille Arbeiten, in denen
die Beziehung der Fotografin zu ihren Modellen spürbar ist. Sie haben keine perfekten
Körper und sind vielmehr natürlich schön. “Ich fotografiere weibliche Körper und dirigiere
sie, damit sie schön sind,” sagt die Fotografin und fügt hinzu, dass sie sich in ihnen auch
selbst spiegelt. Die inszenierten Bilder werden zu einer Art Selbstportrait. Die Ausstellung
umfasst insgesamt 50 Exponate.
Eine Ausstellung zusammengestellt von Alice Le Campion und Harald Theiss.

Details

Beginn:
April 12
Ende:
Mai 25
Veranstaltungskategorie:
Website:
http://galerie36berlin.com/de/karin-szekessy-skulpural-surreal/

Veranstaltungsort

Chausse 36
Chausseestraße 36
Berlin, Berlin 10115 Deutschland
+ Google Karte
Website:
http://galerie36berlin.com/de/
Photographie