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FACES. Die Macht des Gesichts

12. Februar 2021 - 24. Mai 2021

Helmar Lerski, Metamorphosis, 1935-1936, courtesy Albertina

Die Ausstellung Faces widmet sich der radikalen Erneuerung der Porträtfotografie im Deutschland und Österreich der Zwischenkriegszeit. Für die 1920er- und 1930er-Jahre ist eine obsessive Beschäftigung mit dem Gesicht bezeichnend, die das Ende des klassischen Porträts einleitete: Fotografinnen und Fotografen stellen nicht mehr die Persönlichkeit eines Menschen dar, sondern fassen das Gesicht nun als nach ihren Vorstellungen formbares Material auf. 

Die Porträts der Zeit spiegeln die gesellschaftlichen, politischen und künstlerischen Umbrüche der Epoche wider. Das zeigt sich etwa an der Hinterfragung der Geschlechterverhältnisse, die Künstlerinnen und Künstler mithilfe elaborierter Rollenspiele ausloten. Im sozial aufgeheizten Umfeld der Weimarer Republik, im österreichischen Ständestaat und im Nationalsozialismus diente das Gesicht nicht zuletzt als Projektionsfläche für politische Ideologien, denen durch Stilmittel der Moderne visuell Ausdruck gegeben wurde. Die bahnbrechenden ästhetischen Neuerungen des sogenannten Neuen Sehens oder der Neuen Sachlichkeit sollten die dynamische Entwicklung der technisierten Welt einfangen und kennzeichnen auch die Inszenierung des Gesichts durch experimentelle Beleuchtung und Nahansichten. 

Details

Beginn:
12. Februar 2021
Ende:
24. Mai 2021
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Albertina
Albertinaplatz 1
Wien, 1010 Österreich
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Photographie