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America 1970s/80s – Hofer, Metzner, Meyerowitz, Newton

9. Oktober 2020 - 16. Mai 2021

Helmut Newton, Oui-Magazine, Las Vegas, 1975 © Helmut Newton Estate

Ab dem 9. Oktober 2020 präsentiert die Berliner Helmut Newton Stiftung ihre neue Ausstellung “America 1970s/80s” mit Werken von Evelyn Hofer, Sheila Metzner, Joel Meyerowitz und Helmut Newton.

Nach seiner Festanstellung bei der französischen Vogue im Jahr 1961 arbeitete Helmut Newton parallel auch für die amerikanische Ausgabe des Modemagazins. Einige dieser Aufnahmen entstanden in Europa, andere in den USA. In New York lieferte Newton seine Bilder direkt an Alexander Liberman, der die amerikanische Vogue von den 1960ern bis in die 1990er Jahre leitete – und nebenbei sehr erfolgreich als Maler, Bildhauer und Fotograf arbeitete. Newton mochte die Vereinigten Staaten und die sprichwörtliche Freiheit in jenen Jahren, und so pendelte er regelmäßig zwischen der Alten und Neuen Welt hin und her. In den 1970er-Jahren fotografierte Newton Mode und Akt in Amerika vor allem in New York, Las Vegas, Miami und Los Angeles; diese Aufnahmen wurden sowohl in unterschiedlichen Magazinen als auch teilweise in seinem zweiten Bildband (“Sleepless Nights”, 1978) publiziert. Nach 1980, als Helmut und June Newton regelmäßig nach Los Angelesen reisten, um im Chateau Marmont die Wintermonate zu verbringen, kamen zahlreiche Porträts der “Berühmten und Berüchtigten” in und um Hollywood hinzu, entstanden für Zeitschriften wie Egoist, Interview, Vanity Faire oder New Yorker, sowie einige Aktbilder für den Playboy. Die Fokussierung innerhalb der Ausstellung zeigt deutlich, dass sich Newtons Bildsprache während seiner Arbeit in den USA in diesen Jahren verändert hat und insbesondere das Genre Porträt ihm immer wichtiger wurde.

Etwa parallel zu den gezeigten Newton-Bildern entstanden die Porträts von Joel Meyerowitz in Provincetown, Massachusetts. Der Fotograf zog sich in den späten 1970-er und frühen 1980er-Jahren von New York aus jeden Sommer in das ehemalige idyllische Fischerörtchen zurück – und porträtierte dort mit seiner Großbildkamera, meist klein air, gleichgesinnte Freigeister, die ebenfalls die Sommerfrische, die Erholung am Meer und die Natur suchten, Männer und Frauen, Junge und Ältere, allein oder als Paar. Wir sehen intensive und neugierige Blicke zurück in die Kamera und nur wenige Posen; die Menschen, darunter zahlreiche Freunde oder Bekannte von Meyerowitz, wirken offen, unverstellt, authentisch. Die groß angelegte Porträtserie hatte seinerzeit keinen Auftraggeber, es war ein freies Projekt. So entstand ein faszinierendes Gesellschaftsporträt einer liberalen, individualistischen Community an der amerikanischen Ostküste. Es zeigt ein anderes, freieres, mitunter freizügigeres Amerika, als wir es heute kennen. Meyerowitz hat diese Porträts vor Kurzem in seinem Archiv wiederentdeckt, eine Auswahl ist im Herbst 2019 erstmals in Buchform erschienen – und wird nun in der Helmut Newton Stiftung zum ersten Mal öffentliche ausgestellt.

Details

Beginn:
9. Oktober 2020
Ende:
16. Mai 2021
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Helmut Newton Foundation
Jebensstraße 2
Berlin, 10623
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Photographie