VON SEHNSUCHT UND TRISTESSE

Benita Suchodrev: Tage und Nächte im Urlaubsort Blackpool

„Mich interessiert weder die reine Dokumentation noch die Sensation. In diesem Ferienort, den Kriminalitätsraten und Armutsquoten zum Konvergenzpunkt für Frohnaturen und Bedürftige machen, suche ich nicht nach Leere, Not oder Entfremdung. Doch zu meiner Überraschung scheine ich sie überall zu finden, in fast jedem, den ich sehe“, erinnert sich die russisch-amerikanische, in Berlin lebende Fotografin Benita Suchodrev an ihren Besuch in Blackpool, einem ehemaligen Badeort wohlhabender Briten, bis der Massentourismus seinen Tribut forderte. Heute schlendert die untere Mittelschicht durch die Gassen und auf den Promenaden, getrieben von der Hoffnung auf ein wenig Glück. „48 Hours Blackpool“: bis zum 12. Mai im Willy-Brandt-Haus Berlin.