TRIENNALE DER PHOTO­GRAPHIE IN HAMBURG

CONTROL, SPACE, RETURN, ENTER

Großes Treffen der Fotoszene in Hamburg: Einen Sommer lang feiert sie vor allem die zeitgenössische Fotografie, blickt aber auch in die Zukunft – in eine digitale. Wir haben mit den Festivalmachern gesprochen und die Highlights herausgesucht.

[enter], [space], [shift], [control], unlearning, rethinking, restarting – Begriffe, die zunächst nach einem innovativen Redesign eines Unternehmens klingen, nach Einsen und Nullen, nach der Ankündigung einer Informatiker-Konferenz. Tatsächlich aber verbirgt sich hinter den Begrifflichkeiten die Verschlagwortung eines Fotofestivals. Wenn die Triennale der Photographie im Sommer wieder Besucherinnen und Besucher nach Hamburg lockt, möchten die Macher mit ihrem Publikum in den Dialog treten, Fragen aufwerfen, die Vergangenheit ebenso betrachten wie die Gegenwart – und auch in diesem Jahr wieder einen Blick in die Zukunft der Fotografie wagen.

Was also hat es auf sich mit den Begriffen, die dem diesjährigen Fotofestival vorangestellt sind? “Tastaturkommandos wie [ENTER], [SPACE] oder [CONTROL] wurden für mich zu Symbolen der digitalen Transformation und Automatisierung”, klärt uns Krzysztof Candrowicz im Vorfeld des Festivals auf, das 2018 unter dem Motto “Breaking Point – Searching for a Change” steht.

Der Kurator der Triennale hat Begriffe und Ausstellungstitel gewählt, die den Einfluss von Technologie, Globalisierung und die Funktionsweise der Massenproduktion veranschaulichen und gesellschaftlichen Wandel symbolisieren: “Die fortschreitende Modernisierung macht uns glauben, dass die heutige Welt ‘einfach’ ist. Das Gegenteil jedoch ist der Fall. Abgesehen von Computer-Tastaturen, von Befehlen und Bildschirmen wird die Welt tatsächlich extrem kompliziert. Das Programm der siebten Triennale der Photographie in Hamburg wird dieser Komplexität gewidmet sein.”

Konzepte und Kooperationen

Und komplex ist das Programm in der Tat. Zehn Museums- und fast 40 Galerieausstellungen haben sich zur Triennale zusammengefunden, dazu gibt es Containerausstellungen und zahlreiche Projekte im öffentlichen Raum. Große Ausstellungshäuser wie die Hamburger Kunsthalle, das Haus der Photographie in den Deichtorhallen, das Museum für Kunst und Gewerbe, die Stiftung Historische Museen und das Bucerius Kunst Forum sind ebenso vertreten wie kleinere Galerien.

Den gesamten Artikel mit weiteren Bildern finden Sie in der PHOTOGRAPHIE-ePaper-Ausgabe 07-08/2018.

Autor: Jana Kühle