MIKE KRAUS ZEIGT IN OBERSTDORF BEKANNTE SCHAUSPIELER UND ERZÄHLT GESCHICHTEN DAZU

STORYS

Die deutsche Musik- und Filmlegende Peter Kraus ist Schirmherr des Oberstdorfer Fotogipfels zum Thema “Musik – Soundtrack seines Lebens”. Da passt es, dass sein Sohn Mike Kraus als Fotograf ebenfalls vor Ort sein wird: Rock ‘n’ Roll in Bildern.

Wie lästig ist es, immer wieder auf den berühmten Vater Peter Kraus angesprochen zu werden? 

Es ist überhaupt nicht lästig, sondern selbstverständlich. Mein Dad ist ‘ne coole Socke und ein Ausnahmekünstler. Wir stehen täglich in Kontakt und arbeiten gern zusammen. Auch meine Arbeit ist künstlerisch motiviert und steht somit mit nichts und niemandem in Konkurrenz. Wenn mir allerdings jemand die Hand schüttelt ohne jeglichen Augenkontakt, weil er dabei meinen Dad anstarrt, hört der Spaß auf.

Du hast schon zahlreiche Prominente fotografiert, es scheint, als sei schon die gesamte deutsche Filmgarde vor deiner Kamera gestanden. Wie erhältst du den Zugang?

Du fängst mit einem an und verhaust es besser nicht. Bei mir war es Herbert Knaup, der damals meine engste Freundin heiratete. Daraufhin folgten seine Kollegen Sebastian Koch, Jan Josef Liefers und Heino Ferch. Dann nahm es seinen Lauf.

Der Bezug zu den männlichen Prominenten erscheint stark? Setzt du dich mit dem “Männerbild” auseinander? Es ist in den Medien ja viel die Rede vom “Neuen Mann”. Glaubst du, dass er existiert. Wenn ja: Gibst du ihm in deinen Porträts ein Gesicht?

Ich mag weder das alte noch das neue Bild des Mannes und identifiziere mich mit keinem davon. Die Mischung macht’s. Künstler sind sensibel, im positiven Sinn. Denn um sich emotional zu öffnen, braucht es Mut. Das möchte ich zeigen, egal welches Geschlecht.

Den gesamten Artikel mit weiteren Bildern finden Sie in der PHOTOGRAPHIE-ePaper-Ausgabe 06/2018.

Fotos: Mike Kraus
Autor: Andrea Späth