Handy-Flaggschiff für Alpha-Fans
Mit dem Xperia 1 VII kämpft Sony weiter um Aufmerksamkeit an der preislichen Spitze im Smartphone-Segment – und muss bei einem Preis von rund 1.500 Euro eine Menge bieten, um Kunden von Apple, Samsung, Xiaomi und Co. wegzulocken. In Sachen Kamera-Ausstattung jedenfalls ist es auf dem Papier auf Augenhöhe mit vielen Spitzen-Handys – doch sollten anspruchsvolle Fotografen bereit sein, ein wenig Hand anzulegen (dazu gleich mehr). Das jüngste Flaggschiff der Xperia-Serie wurde laut Sony in Zusammenarbeit mit jenen Technikern entwickelt, die für die Alphas, die tragbaren Audioplayer und die Bravia- Fernseher von Sony verantwortlich sind. Als Fotograf spürt man vor allem die nahe Verwandtschaft zum Bedienkonzept der Alpha – nichts neues bei den Spitzen-Smartphones von Sony.

Wirklich neu ist das Superweitwinkel-Modul mit seiner KB-Brennweite von 16 mm und verbesserter Lichtstärke von f/2. Auch der Bildsensor ist deutlich größer als beim Vorgängermodell, zudem liegt die Auflösung nun bei 48 Megapixel.
Daneben bietet die Triple-Kamera Module mit 24 mm (1/1,35-Zoll mit 48 Megapixeln – und Crop bis 48 mm) und ein „echtes“ Telezoom, das optisch von 85 bis 170 mm zoomt und auf einen 12-Megapixel-Sensor mit einer Größe von 1/3,5-Zoll belichtet. Zwar ist das Zoom recht lichtstark (f/2,3–f/3,5). Aber gerade beim Telemodul des 1.500-Euro-Handys kommt nicht wirklich Freude auf, wenn im Automatikmodus und mit JPEG fotografiert wird. Die Bilder wirken schnell weich, und bei wenig Licht stört das Bildrauschen des Winz-Sensors. Anders sieht es aus, wenn im „Pro-Foto“-Modus gearbeitet und das RAW-Format zugeschaltet wird. Wer sich dann noch bei wichtigen Motiven die Zeit für eine Nachbearbeitung nimmt, erzielt brauchbare Ergebnisse.

Unterm Strich lohnt sich das 1 VII nur für Sony-Fans, die sich in der Alpha-Bedienstruktur wohlfühlen. In Sachen Bildqualität haben in dieser arrivierten Preisklasse andere Smartphone-Hersteller mindestens ebensoviel zu bieten wie Sony.

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