Ruth Orkin – Die Welt im Fokus

Ruth Orkin, Lauren Bacall, St. Regis Hotel, New York City, 1950 © Orkin/Engel Film and Photo Archive; VG Bild-Kunst, Bonn, 2026

Fotografien zwischen 1940 und 1960

Die Amerikanerin Ruth Orkin (1921–1985) gehört zu den wenigen professionellen Fotografinnen der 1940er und 1950er Jahre. Mit ihrer präzisen Beobachtungsgabe lässt sie lebendige Aufnahmen entstehen, die das Leben ihrer Zeit festhalten. Obwohl sie in zahlreichen Zeitungen und Magazinen publiziert und ihre Fotografien bereits 1955 Teil der legendären Ausstellung The Family of Man im MoMA sind, ist ihr Werk weltweit bisher wenig präsentiert worden.

Ruth Orkin, Nanette Fabray, Filmset von The Band Wagon, Hollywood, 1952 © Orkin/Engel Film and Photo Archive; VG Bild-Kunst, Bonn, 2026

Eine ihrer bekanntesten Aufnahmen ist American Girl in Italy aus dem Jahr 1951, in der Orkin die junge Kunststudentin Jinx für ihre Serie Alleinreisende inmitten einer Männergruppe inszeniert. Mit treffendem Blick fertigt die Fotografin Reportagen an, so vergleicht etwa Who Works Harder? das Leben einer Hausfrau und Mutter mit dem einer Berufstätigen. Sie dokumentiert außerdem Frauen in Beautysalons, am Filmset in Hollywood oder die Bewohner*innen New Yorks, aufgenommen aus ihrem Appartement am Central Park.

Ruth Orkin Victory Day, Times Square, New York City, 1945 © Orkin/Engel Film and Photo Archive; VG Bild-Kunst, Bonn, 2026

Ruth Orkin beginnt bereits im Alter von zehn Jahren zu fotografieren. 1939 studiert sie Fotojournalismus am Los Angeles City College, im selben Jahr entsteht ihre erste große fotografische Serie. Im Alter von nur 17 Jahren durchquert sie die USA mit ihrem Fahrrad und der Kamera auf dem Weg zur Weltausstellung, von Los Angeles nach New York. Als freie Fotografin arbeitet sie später u. a. für die Magazine Life, Look und Ladies’ Home Journal. Mit über 90 Aufnahmen zeigt die Ausstellung in Kooperation mit Katharina Mouratidi, f³–freiraum für fotografie Berlin, Nadine Barth, und dem Ruth Orkin Photo Archive das facettenreiche Schaffen dieser außergewöhnlichen Fotografin.

Kuratiert von Nadine Barth (@barthouseprojects) & Katharina Mouratidi (f³ – freiraum für fotografie); in Kooperation mit Ruth Orkin Photo Archive. Kuratiert für die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen von Nina Dunkmann & Kerrin Postert

Ruth Orkin, Tanglewood Music Festival in Lenox, Massachusetts, 1948 © Orkin/Engel Film and Photo Archive; VG Bild-Kunst, Bonn, 2026

Im Großen Schloss ist ab dem 20. September 2026 bis zum 17. Januar 2027 die Ausstellung „Pustekuchen, Schabernack und Plutimikation – Astrid Lindgrens Welt in Bildern. Auf ins Abenteuer mit Pippi, Michel und Lotta“ zu sehen.

Nähere Informationen zu dem die Ausstellung begleitenden museumspädagogischen Angebot und zum Rahmenprogramm gibt es unter www.ludwiggalerie.de.

Die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen ist eins der einundzwanzig RuhrKunstMuseen.

Ruth Orkin, Geraldine Dent, New York City, 1949 © Orkin/Engel Film and Photo Archive, VG Bild-Kunst, Bonn, 2026

Ausstellungseröffnung

Sonntag, 18. Oktober 2026, 15 Uhr

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag, 11–18 Uhr;  feiertags geöffnet; 24., 25., 31.12. und 1.1. geschlossen

Eintritt frei

Publikation Zur Ausstellung erscheint ein Booklet mit einem Text von Nina Dunkmann und Kerrin Postert, 16 S., 5 €.  ISBN 978-3-932236-57-0