Leica Summicron-M 2/66 mm

Aus Elcan wird Summicron

Die ungewöhnliche Brennweite von 66 mm war dabei das Ergebnis einer gezielten Abstimmung von Auflösung, Kontrastwiedergabe und kompakter Bauweise. Das Objektiv wurde ausschließlich für militärische Zwecke eingesetzt und blieb aufgrund der geringen Produktionszahl ein seltenes Kapitel in der Geschichte des Leica-M-Systems.

Für das neue Summicron-M 1:2/66 wurde die optische Rechnung des historischen Elcan als Ausgangspunkt verwendet, zugleich aber überarbeitet und an heutige Anforderungen angepasst. Auch beim mechanischen Aufbau orientiert sich Leica am Original. So dreht sich der Blendenring entgegen der bei aktuellen M-Objektiven üblichen Richtung. Auch die Anordnung der Entfernungsskalen folgt den Vorgaben der damaligen militärischen Ausführung.

Das originale Leica Elcan 2/66 mm …

Überarbeitet wurden ebenfalls die Gravuren. Die neue Optik trägt eine feinere Schrift als die aktuellen Leica-M-Objektive und greift damit die Gestaltung des historischen Elcan auf. Auf dem Frontring befinden sich neben der Seriennummer die optische Berechnungsnummer B1047 und die zwölfstellige interne Materialnummer. Beim historischen Vorbild waren an dieser Stelle unter anderem die Produktionsstückzahl, die Berechnungsnummer C283 sowie die 13-stellige Bestellnummer der US Navy eingraviert.

Anstelle der früheren Bezeichnung Elcan findet sich auf dem Frontring des neuen Objektivs die Gravur „Leitz Wetzlar“. Auch ein weiteres Detail wurde vom historischen Vorbild übernommen: Die kleine Zahl „60“ auf der Objektivseite bezeichnet die exakt vermessene Brennweite. Bei Präzisionsobjektiven wurden damals zur Kennzeichnung der tatsächlichen Brennweite zusätzlich die Einerstelle und die erste Nachkommastelle ohne Dezimalpunkt angegeben. „60“ steht beim neuen Summicron-M 1:2/66 entsprechend für eine gemessene Brennweite von 66,0 Millimetern.

… heißt in der aktuellen Fassung Summicron 2/66 mm.

Mit einer Lichtstärke von f/2 soll das Summicron-M 1:2/66 die für die Klassik-Linie typische Bildcharakteristik bieten. Dazu gehören ein vergleichsweise weiches Bokeh und eine kontrastreiche Wiedergabe. Bei geschlossener Blende rückt dagegen die hohe Auflösung in den Vordergrund, die bereits beim militärischen Vorbild eine zentrale Rolle spielte. Mit 66 mm liegt die Brennweite zwischen dem klassischen 50-mm-Objektiv und den längeren Porträtbrennweiten. Sie bietet eine weitgehend natürliche Perspektive bei zugleich leicht verdichteter Bildwirkung.

Das Summicron-M 1:2/66 erscheint in einer auf 660 Exemplare limitierten Auflage. Leica will das Objektiv weltweit über Leica Stores, den Leica Online Store und autorisierte Händler anbieten. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 9.850 Euro inklusive Mehrwertsteuer.