Lichtstärke trifft Mobilität
Die Brennweite von 85 mm gilt als klassische Wahl für die Portraitfotografie. Mit der maximalen Blendenöffnung von F1.2 lässt sich eine sehr geringe Schärfentiefe erzielen, wodurch sich Motive deutlich vom Hintergrund abheben können. Sigma setzt dabei auf eine optische Konstruktion, die bereits bei Offenblende eine hohe Auflösung ermöglichen soll.
Hohe Auflösung und weiches Bokeh
Zur Korrektur chromatischer Aberrationen kommen zwei SLD-Glaselemente sowie Glas mit hoher anomaler Dispersion zum Einsatz. Asphärische Linsenelemente sollen darüber hinaus sphärische Aberration und sagittale Koma reduzieren. Dadurch soll das Objektiv auch bei F1.2 eine detailreiche Abbildung liefern.
Die Kombination aus 85 mm Brennweite und F1.2 ermöglicht eine ausgeprägte Hintergrundunschärfe. Sigma spricht von einem weichen Bokeh mit reduzierten Farbsäumen und Doppelkonturen. Eine Blende mit 13 Lamellen soll dabei auch beim Abblenden für eine möglichst runde Form der Unschärfekreise sorgen.
Auch bei Gegenlicht wurde die optische Konstruktion auf eine Reduzierung von Flares und Ghosting ausgelegt. Mithilfe von Simulationen verschiedener Lichteinfallssituationen wurden diese Bildfehler bereits während der Entwicklung berücksichtigt.
905 Gramm für ein 1,2/85 mm
Eine Besonderheit des neuen Objektivs ist seine Bauweise. Sigma bezeichnet das 85mm F1.2 DG | Art als kleinstes und leichtestes 85mm-F1.2-Autofokusobjektiv für spiegellose Vollformatkameras. In der L-Mount-Version bringt es 905 Gramm auf die Waage. Erreicht werden soll das vergleichsweise geringe Gewicht unter anderem durch die Anordnung der asphärischen Linsenelemente innerhalb der Fokusgruppen. Dadurch konnte die Zahl der Linsenelemente in der Fokuseinheit reduziert werden. Trotz eines Floating-Mechanismus soll die mechanische Konstruktion möglichst kompakt ausfallen.
Für den Autofokus setzt Sigma auf zwei High-response Linear Actuators (HLA). Der Dual-HLA-Antrieb soll schnell und leise arbeiten und sowohl bei Foto- als auch bei Videoaufnahmen eine präzise Motivverfolgung ermöglichen. Gerade bei der geringen Schärfentiefe von F1.2 ist eine exakte Fokussierung entscheidend.

Auch bei der Ausstattung richtet sich das Objektiv an professionelle Anwender. Zwei AFL-Tasten lassen sich bei kompatiblen Kameras über das Kameramenü mit unterschiedlichen Funktionen belegen. Hinzu kommen ein Blendenring sowie ein Lock-Schalter, mit dem sich der Blendenring verriegeln lässt. Die Rastung des Blendenrings kann zudem ein- oder ausgeschaltet werden. Das ermöglicht je nach Einsatz entweder eine fühlbare Blendenverstellung oder eine stufenlose Bedienung, wie sie insbesondere bei Videoaufnahmen interessant ist.
Beim Fokussieren soll außerdem das sogenannte Focus-Breathing weitgehend unterdrückt werden. Durch die optimierte Anordnung der Fokusgruppe und die Form der asphärischen Elemente verändert sich der Bildwinkel beim Scharfstellen nur geringfügig. Das soll für eine natürlichere Schärfenachführung bei Videoaufnahmen sorgen.
Das Gehäuse ist staub- und spritzwassergeschützt. Die Frontlinse besitzt zusätzlich eine wasser- und ölabweisende Beschichtung. Sigma weist allerdings ausdrücklich darauf hin, dass es sich nicht um ein wasserdichtes Objektiv handelt.
Drittes f/1,2-Objektiv der Art-Serie
Mit dem 85mm F1.2 DG | Art komplettiert Sigma seine F1.2-Reihe. Sie umfasst nun das 35mm F1.2 DG II | Art, das 50mm F1.2 DG DN | Art und das neue 85mm F1.2 DG | Art.
Alle drei Objektive sind auf eine hohe optische Leistung bereits bei Offenblende ausgelegt und verfügen über den Dual-HLA-Autofokus. Mit dem 85er deckt Sigma damit neben dem Weitwinkel- und Standardbereich nun auch die klassische mittlere Telebrennweite mit F1.2 ab.
Das Sigma 85mm F1.2 DG | Art ist ab dem 30. September 2026 mit L-Mount und Sony E-Mount erhältlich. Einen Preis nennt Sigma in der vorliegenden Pressemitteilung nicht.
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